Neues im Herbst

Mit Volker Blumenthalers Liedersammlung „Ein großes rotes Telefon“ für (Kinder-)Chor erscheinen 4 charmante neue Lieder, auf deren UA im November wir uns schon heute freuen. „Tenebrae“ von András Hamary ist ein starkes Stück Kammermusik für Violoncello und Klavier, hörenswert und tief beeindruckend. Außerdem gibt es mit „Morgenfantasie“ ein neues Stück von Narine Khachatryan für Sopran und Violoncello, das auf ungewöhnliche Weise der Lyrik Friedrich Schillers lauscht.

SOUNDS AND BALLADS

Beatrice Ottmann und Stefan Schulzki

Am 16. März 2018 kann man das Duo Beatrice Ottmann und Stefan Schulzki mit ihrem Programm „SOUNDS AND BALLADS II“ um 20 Uhr im Rokokosaal in Augsburg hören. Die beiden entfalten in einem großen Bilderbogen Sinn und Sinnlichkeit des Lebens in allen denkbaren Schattierungen. Ein echtes Hörabenteuer!

Kleiner Prinz in der NMZ

Besprechung der neuen Notenausgabe des Kleinen Prinzen von András Hamary in der NMZ. Die „extremen Ansprüche an den Pianisten“ beziehen sich speziell auf das Thema „Neue Musik für junge Pianisten“. Für talentierte junge Musiker sind die Stücke ein perfekter Einstieg in die zeitgenössische Musik, da sich die Spieltechniken durch die Struktur der Stücke erschließen, und diese sich aus den poetischen Bildern des Kleinen Prinzen entfaltet. Es sind aber auch für erwachsene Pianisten meisterhafte Vortragsstücke und wirkliche Juwelen zeitgenössischer Klavierliteratur!

Gerichtsurteil untersagt der GEMA die Ausschüttung an Musikverlage.

Die GEMA verteilt intern nach sozialen Kriterien und zu Gunsten der Kultur. Beeindruckend ist, dass dieses Modell von beinahe allen Mitgliedern mit großer Überzeugung immer mitgetragen worden ist. In den letzten Jahren hat dieser Grundkonsens aber immer wieder Risse bekommen. Im normalen Leben steht jemand, der mehr Geld für sich selber fordert und damit die Existenz von anderen gefährdet ja nicht wirklich als Freiheitskämpfer und Robin Hood da. Nicht so wenn es gegen die GEMA geht. Die GEMA ist für die meisten Menschen einfach ein Synonym für „Die Musikindustrie“ und daher böse. Differenziert wird da eher wenig. Einer unserer Autoren nannte das Urteil gestern in einem Kommentar auf Facebook „grauenvoll“. Und so dürfte es wohl vielen Autoren zeitgenössischer Musik gehen. Jedenfalls Autoren der sog. „Ernsten Musik“. Von Freude keine Spur. Was einen bestürzt ist der Umstand, dass die Leute, die dieses Urteil jetzt bejubeln, nicht verstehen, dass wir so immer weiter auf eine Kulturlandschaft zusteuern, in der am Ende einige wenige Medienkonzerne einen Großteil der Musik besitzen werden und davon nur noch das publizieren, was unmittelbar Geld bringt und sich rechnet. Kulturelle Vielfalt, in der auch Experimentelles und Avantgardistisches seinen Platz hat, wird es da schwer haben.

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