Kleiner Prinz in der NMZ

Besprechung der neuen Notenausgabe des Kleinen Prinzen von András Hamary in der NMZ. Die „extremen Ansprüche an den Pianisten“ beziehen sich speziell auf das Thema „Neue Musik für junge Pianisten“. Für talentierte junge Musiker sind die Stücke ein perfekter Einstieg in die zeitgenössische Musik, da sich die Spieltechniken durch die Struktur der Stücke erschließen, und diese sich aus den poetischen Bildern des Kleinen Prinzen entfaltet. Es sind aber auch für erwachsene Pianisten meisterhafte Vortragsstücke und wirkliche Juwelen zeitgenössischer Klavierliteratur!

Gerichtsurteil untersagt der GEMA die Ausschüttung an Musikverlage.

Die GEMA verteilt intern nach sozialen Kriterien und zu Gunsten der Kultur. Beeindruckend ist, dass dieses Modell von beinahe allen Mitgliedern mit großer Überzeugung immer mitgetragen worden ist. In den letzten Jahren hat dieser Grundkonsens aber immer wieder Risse bekommen. Im normalen Leben steht jemand, der mehr Geld für sich selber fordert und damit die Existenz von anderen gefährdet ja nicht wirklich als Freiheitskämpfer und Robin Hood da. Nicht so wenn es gegen die GEMA geht. Die GEMA ist für die meisten Menschen einfach ein Synonym für „Die Musikindustrie“ und daher böse. Differenziert wird da eher wenig. Einer unserer Autoren nannte das Urteil gestern in einem Kommentar auf Facebook „grauenvoll“. Und so dürfte es wohl vielen Autoren zeitgenössischer Musik gehen. Jedenfalls Autoren der sog. „Ernsten Musik“. Von Freude keine Spur. Was einen bestürzt ist der Umstand, dass die Leute, die dieses Urteil jetzt bejubeln, nicht verstehen, dass wir so immer weiter auf eine Kulturlandschaft zusteuern, in der am Ende einige wenige Medienkonzerne einen Großteil der Musik besitzen werden und davon nur noch das publizieren, was unmittelbar Geld bringt und sich rechnet. Kulturelle Vielfalt, in der auch Experimentelles und Avantgardistisches seinen Platz hat, wird es da schwer haben.

Artikel zum Thema in der NMZ

Kulturpreis Bayern

András Hamary erhält den Kulturpreis Bayern 2016 in der Sparte Musik! Die Auszeichnung wird am 27. Oktober im Rahmen eines Galaabends in Amberg überreicht. Wir freuen uns mit dem Komponisten, der ganz sicher zu den kreativsten europäischen Künstlern zählt und uns mit seiner unglaublichen Fülle von Ideen und der Poesie und Intelligenz seiner Musik immer wieder erstaunt. Herzlichen Glückwunsch!

Music of the spheres

Markus Schmitt
Fünf Jodler und Juchetzer
für Violoncello solo (2014/2015)

Uraufführung

I agile
II volubile
III calmo
IV allettando
V flessibile (Der „Hohenschwangauer“)

Julius Berger, Violoncello

Robert Schumann
Waldszenen op.82
Bearbeitung für 6 Violoncelli von Markus Schmitt (2013/15)

19. Januar 2016
Rokokosaal der Regierung von Schwaben
Fronhof 10
86145 Augsburg